Tag des Mathematikunterrichts

Herzlich Willkommen auf der Website für den Tag des Mathematikunterrichts in Greifswald!

Der Tag des Mathematikunterrichts ist eine Tagung organisiert von der Arbeitsgruppe für Didaktik der Mathematik an der Universität Greifswald. Seit 2023 findet der Tag des Mathematikunterrichts jährlich mit einem neuen, aktuellen Themenschwerpunkt statt. Einen Tag lang treffen sich Lehrkräfte, Referendar*innen, Studierende, Quereinsteiger*innen und Dozierende um sich auszutauschen und neue Impulse zu gewinnen.

Jedes Jahr laden wir sechs Expert*innen aus verschiedenen Bereichen aus ganz Deutschland ein, um den Teilnehmenden eine breite Auswahl an Workshops zu bieten. Damit für alle Schulformen etwas dabei ist, bieten wir jeweils drei Workshops mit dem Fokus auf die Didaktik der Grundschule und der Sekundarstufe an.

Im Rahmen unserer Veranstaltung legen wir besonders viel Wert darauf, Ihnen viele Gelegenheiten für einen fachlichen und persönlichen Austausch zu bieten. Im Laufe der Tagung empfangen wir Sie zunächst mit einem entspannten Eintrudeln bei Kaffee und Tee. Sie können die ersten Kolleg*innen begrüßen oder sich an den Ausstellungen verschiedener Schulbuchverlage umsehen. Die Tagung startet mit einer kurzen Begrüßung und Einführung.

Im Anschluss besuchen Sie zwei 90-minütige Workshops Ihrer Wahl. Natürlich möchten wir den Tag anschließend gemeinsam ausklingen lassen. Dazu bieten wir Ihnen als Abschluss ein kostenloses kleines Buffet und Getränke an. Setzen Sie sich mit Kolleg*innen zusammen und tauschen Sie sich über neu gewonnene Eindrücke und Ideen aus.

Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen und können sich die Teilnahmen am Tag des Mathematikunterrichts als offizielle IQMV Fortbildung anerkennen lassen.

Klingt das für Sie interessant? Dann melden Sie sich hier für den 4. Tag des Mathematikunterrichts am 6.11.26 an. Wir freuen uns auf Sie!


Vierter Tag des Mathematikunterrichts zum Thema "Fördern und Fordern im Mathematikunterricht"

Am Freitag, dem 06.11.2026, findet von 14:00 bis 19:00 Uhr am Ernst-Lohmeyer-Platz 3 der vierte Tag des Mathematikunterrichts statt.

Informationen zum 4. Tag des Mathematikunterrichts

Die Workshops 2026

Grundschule: „Faltaufgaben“ - eine Forscherstunde für den Mathematikunterricht im 3. und 4. Schuljahr

Ein Portraitfoto von Prof. Dr. Käpnick
Prof. Dr. Käpnick

Auch im digitalen Zeitalter haben Lerntätigkeiten auf der enaktiven Handlungsebene eine große Relevanz – insbesondere für Grundschulkinder, deren Denken ohnehin noch an manuellem Tun und an Anschauung gebunden ist. Auf diesem Hintergrund werden im Workshop verschiedene Falt-Schneide-Aufgaben vorgestellt, die den inhaltlichen und didaktischen Rahmen einer Forscherstunde für den regulären Mathematikunterricht im 3. und 4. Schuljahr bilden können. Die teilnehmenden Lehrkräfte können selbstaktiv die reichhaltige mathematische Substanz und die vielfältigen didaktischen Nutzungsmöglichkeiten (auch für ein differenzierendes Lernen) erschließen und hiervon ausgehend ein Konzept für den Einsatz der Aufgaben im Rahmen einer Forscherstunde in ihrem Unterricht entwickeln.

Beim gemeinsamen Austausch über die Ideen werden auch authentische Kinderlösungen und didaktische Empfehlungen aus verschiedenen Erprobungen des Aufgabenmaterials präsentiert.

Hinweise:

  • Den Teilnehmenden erhalten Handouts mit den wesentlichen Inhalten des Workshops.
  • Die Lehrkräfte werden gebeten, eine Schere zum eigenen Experimentieren mitzubringen.

Friedhelm Käpnick studierte an der Universität Greifswald und arbeitete anschließend als Lehrkraft. Nach seiner Promotion und Habilitation in Mathematikdidaktik, wurde er 1999 Professor für Didaktik der Mathematik zunächst an der Technischen Universität Braunschweig und anschließend der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Diagnose und Förderung mathematisch begabter Kinder sowie im inklusiven Mathematikunterricht der Grundschule.

Grundschule: Eine Aufgabe, viele Wege - natürlich differenzieren

Ein Portrait von Dr. Silke Friedrich
Dr. Silke Friedrich
weitere Materialien für den Mathematikunterricht

Wie kann Mathematikunterricht Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen
und Lernpotenzialen gerecht werden und zugleich gemeinsames Lernen ermöglichen?
Das Konzept der natürlichen Differenzierung bietet hierfür einen vielversprechenden
Ansatz: An gemeinsamen, reichhaltigen Aufgaben können Lernende auf
unterschiedlichen Wegen, Niveaus und mit individuellen Zugängen arbeiten.


Im Workshop werden das Konzept und seine Potenziale für das Fordern und Fördern
im Mathematikunterricht vorgestellt. Ein kurzer Einblick in Ergebnisse einer Studie
zeigt zudem empirische Befunde zu den Lernchancen natürlicher Differenzierung. Im
Mittelpunkt steht anschließend das praktische Erproben: Die Teilnehmenden
bearbeiten ausgewählte Aufgaben, reflektieren unterschiedliche Zugänge und
entwickeln konkrete Ideen für die Umsetzung im eigenen Unterricht.


Der Workshop verbindet damit theoretische Grundlagen, empirische Einblicke und
praxisnahe Anregungen für einen Mathematikunterricht, in dem Kinder gemeinsam
lernen und dabei entsprechend ihrer individuellen Lernpotenziale gefordert und
gefördert werden.

Silke Friedrich ist seit 2017 Mitarbeiterin im Fachbereich Mathematik der Universität Kassel und war zuvor als Lehrerin an Grundschulen sowie an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen tätig. In Forschung und Lehre liegt ihr Fokus auf der Mathematikdidaktik der Grundschule, insbesondere auf natürlicher Differenzierung und dem Umgang mit heterogenen Lerngruppen im Arithmetikunterricht.

Grundschule: Bereit für Mathematik? Basiskompetenzen in der Schuleingangsphase erkennen und fördern

Portraitfoto von Angela Burgdorf
Angela Burgdorf

Kinder treten mit sehr unterschiedlichen mathematischen Vorerfahrungen und Lernvoraussetzungen in die Schule ein. Während einige Kinder bereits sicher zählen, Mengen vergleichen und erste Rechenaufgaben lösen, benötigen andere noch grundlegende Erfahrungen mit Mengen, Zahlen, Formen, räumlichen Beziehungen und mathematischen Strukturen. Diese Basiskompetenzen sind entscheidend für einen erfolgreichen Einstieg in den Mathematikunterricht.

Was haben das frühkindliche Krabbeln und das Klettern auf ein Klettergerüst mit den Vorläuferfähigkeiten in der Mathematik zu tun?

Was sagt mir ein Plüschaffe über die mathematischen Kompetenzen eines Erstklässlers?

Neben den theoretischen Hintergründen werden wir über praktische Beispiele und Übungen im Workshop die wesentlichen mathematischen Grundkompetenzen in ihren einzelnen Entwicklungsstufen darstellen und wie sie im Mathematikunterricht ausgeprägt werden können.

Was bedeutet es, wenn ein Schüler in Lernkontrollen nur die Hälfte der Aufgaben schafft, aber die richtig löst?

Wie zeigt sich die niedrigste Stufe eines zählenden Rechners?

Im Mittelpunkt des Workshops steht das praktische Erproben. Die Teilnehmenden lernen ausgewählte Spiele, Übungen und Materialien kennen, mit denen mathematische Basiskompetenzen beobachtet, diagnostisch erschlossen und gefördert werden können. Gemeinsam wird reflektiert, welche Strategien Kinder nutzen, woran tragfähige mathematische Vorstellungen erkennbar sind und wie Lernangebote an unterschiedliche Voraussetzungen angepasst werden können.

Der Workshop verbindet fachliche Impulse mit konkreten Praxiserfahrungen und bietet Anregungen für einen verstehensorientierten und anschlussfähigen Mathematikunterricht in der Schuleingangsphase. 

Angela Burgdorf ist Schulleiterin der Grundschule „Am See“ in Löcknitz. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Lerntherapeutin für Lese-Rechtschreib- und Rechenschwäche und war anschließend in beiden Bereichen therapeutisch tätig. Darüber hinaus qualifizierte sie sich für die Diagnostik von LRS und Rechenschwäche und bildete Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten aus. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen in der Entstehung, Diagnostik und frühzeitigen Erkennung von LRS und Rechenschwäche sowie in der Förderung basaler Kompetenzen.

Sekundarstufe: Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht

Ein Portraitfoto von Kerstin Both
Kerstin Both

Wie können kognitiv aktivierende Lernangebote ohne massiven Mehraufwand in den Unterrichtsalltag integriert werden?

Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler kommen im regulären Mathematikunterricht oft zu kurz. Im Zentrum dieser Fortbildung steht das Konzept der „natürlichen Differenzierung“ durch substanzielle Lernumgebungen.

Es werden praxiserprobte Aufgabenformate analysiert, adaptiert und selbst entwickelt. Zudem wird die Diagnose mathematischer Potenziale im Schulalltag thematisiert.

Kerstin Both ist Diplomlehrerin für Mathematik und Physik und verfügt über langjährige Unterrichtserfahrung an verschiedenen Schulformen. Seit 2004 ist sie Fachberaterin für Mathematik in Mecklenburg-Vorpommern und führt Fortbildungen und Webinare durch. Als Landeskoordinatorin der Initiative QuaMath unterstützt sie zudem die Qualifizierung von Mathematiklehrkräften im Sekundarbereich.

Sekundarstufe: Operationsverständnis Multiplikation - unverzichtbare Verstehensgrundlage oder simple Rechenfertigkeit?

ein schwarz-weißes Portraitfoto von Dr. Kim-Alexandra Rösike
Dr. Kim-Alexandra Rösike

Worauf kommt es an, wenn wir in Klasse 5/6 die Multiplikation (und Division) wiederholen? Gerade wenn die Zeit knapp ist, muss die Förderung treffsicher auf die wichtigsten Verstehengrundlagen zielen. Der Workshop zeigt Diagnosemöglichkeiten, mit denen man oberflächliches Wissen der Kinder entlarven und den Denkfehlern auf den Grund gehen kann, sowie Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Förderung: denn das tragfähige Multiplikationsverständnis ist eine Verstehensgrundlage, die die Lernenden für viele anschließende Inhalte unbedingt brauchen.

Kim-Alexandra Rösike ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Dortmund, wo sie zur Expertise von Lehrkräften zur Potenzialförderung promovierte. In Forschung und Lehre liegt ihr Fokus auf der fachdidaktischen Professionalisierung von Lehrkräften, mittlerweile mit einem inhaltlichen Schwerpunkt auf der Diagnose und Förderung von Verstehensgrundlagen.

Sekundarstufe: Differenzierung - didaktische und methodische Herausforderung

Ein Portraitfoto von Robert Storz
Robert Storz

Lernen im Gleichschritt ist längst Vergangenheit. Heute berücksichtigen Lehrkräfte bestehende Lernstände und begleiten die Lernenden auf dem Weg zu individuell erreichbaren Kompetenzzielen.

Im Workshop beschäftigen wir uns gemeinsam damit, wie Mathematik differenziert unterrichtet wird, wenn man sich nicht damit begnügen will, Übungsaufgaben auf drei Schwierigkeitsstufen zu stellen.

Der Workshop soll einerseits dabei helfen, vorhandene Aufgabensets zu bewerten und will andererseits dazu anregen, bisweilen eigene Aufgaben zu entwickeln, die sich für Differenzierung besonders gut eignen. Wir unterscheiden Differenzierung einerseits als methodische Maßnahme, andererseits als didaktisch begründete Entscheidungen und erfahren, wie diese dann methodisch umgesetzt werden können.

Der Einsatz des Schulbuchs findet dabei genauso Berücksichtigung wie digitale Werkzeuge. Der Workshop richtet sich an Lehramtsanwärter und Lehrkräfte der Sekundarstufe, kann aber auch interessant sein für Personen, die in der Primarstufe tätig sind.

Robert Storz ist Lehrbeauftragter für die Didaktik der Fächer Mathematik und Technik am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Reutlingen und unterrichtet als Realschullehrer. Darüber hinaus führt er Fortbildungen für Lehrkräfte durch und veröffentlicht Fach- und Schülerbücher. Sein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf kompetenzorientiertem Mathematikunterricht, insbesondere auf dem mathematischen Kommunizieren, Argumentieren und Modellieren.

Rückblick auf die vergangenen Jahre

TdM 2025

zum Thema "digitale Medien und KI im Mathematikunterricht"

Eine Übersicht über die angebotenen Workshops des TdM 2025

Der Tag des Mathematikunterrichts 2025 wurde von insgesamt 78 Personen besucht. Folgende Zitate, dem Feedbackbogen entnommen, geben einen kleinen Einblick: 

“Freue mich schon auf nächstes Jahr, Tolle Dozenten/Dozentinnen, Schöne Atmosphäre”

“Praxisrelevante Themen, gut aufgearbeitet, viele Impulse zum selber ausprobieren”

“Vielen Dank für Ihre Mühe! Es war für mich eine tolle Veranstaltung, an der ich gern im nächsten Jahr wieder teilnehme.”

“Tolle Anregungen und direkt umsetzbare Methoden.”

“Sehr praxisnah, anschaulich, nachvollziehbar, hat Lust gemacht zum Ausprobieren.”

TdM 2024

zum Thema "Mathematik verstehen"

Der Tag des Mathematikunterrichts 2024 wurde von insgesamt 41 Personen besucht. Folgende Zitate, dem Feedbackbogen entnommen, geben einen kleinen Einblick: 

“Austausch in Kleingruppen war sehr gut”

“kurzweilig, locker, informativ, praxisnah”

“sehr verständlich, praktisch, guter Austausch”

TdM 2023

zum Thema "Impulse für den täglichen Mathematikunterricht"

Der Tag des Mathematikunterrichts 2023 wurde von insgesamt 29 Personen besucht. Folgende Zitate, dem Feedbackbogen entnommen, geben einen kleinen Einblick: 

“tolle Orga, gute Vortragende”

“viele Praxisbeispiele dabei”

“Es war sehr motivierend. Eine neue, frische Perspektive”

“sehr liebevolles Willkommen”

Weitere Einblicke

Kontakt

Bei Fragen und/oder Anregungen können Sie sich gerne an mich wenden.

Prof. Dr. Leander Kempen

Institut für Mathematik und Informatik
Walther-Rathenau-Str. 47
17489 Greifswald
Raum 0.15
Telefon +49 3834 420 4645
leander.kempen@uni-greifswald.de