Lehramt Informatik
An der Universität Greifswald wird zum Wintersemester 2026/2027 der Teilstudiengang Lehramt Informatik neu eingeführt. Informatik ist eines von 14 Fächern des Sekundarstufenlehramts, Sie können es mit jedem anderen Unterrichtsfach kombinieren. Das Studium ist zulassungsfrei und schließt nach zehn Semestern mit der Ersten Staatsprüfung ab.
Informatik unterrichten
Digitale Technologien verändern die Welt, und Informatik hilft, diese Veränderungen zu verstehen und zu gestalten. Jugendliche wachsen in eine von Algorithmen gesteuerte, durch das Internet vernetzte Umgebung hinein. Das eigene Smartphone öffnet ihnen den Zugang. Während sie in der Anwendung schnell kompetenter werden als Erwachsene, fehlt ihnen das Wissen, um die Technik dahinter zu verstehen und gesellschaftliche Auswirkungen einzuschätzen.
Der Anspruch des Informatikunterrichts ist es, dieses Wissen zu vermitteln. Im Dagstuhl-Dreieck, das drei Perspektiven auf die digital vernetzte Welt beschreibt, ist die Informatik eng verbunden mit der Frage „wie funktioniert das?". Schüler*innen erhalten nicht nur Einblick in Technologien und dadurch ein vertieftes Verständnis digitaler Phänomene, sondern erstellen auch selbst digitale Artefakte wie z.B. kleine Computerspiele.
Das Studium „Lehramt Informatik” bereitet zukünftige Lehrkräfte auf diese anspruchsvolle Aufgabe vor. Zum einen vertiefen Sie Ihr informatisches Wissen: Nur was Sie selbst verstehen, können Sie auch später an Lernende weitergeben. Zum anderen lernen Sie, welche Unterrichtsmethoden und Aktivitäten für den Informatikunterricht geeignet sind.

Kurzinformation
Regelstudienzeit:
10 Semester
Studienform:
Vollzeitstudium
Fachtyp:
Sekundarstufenlehramt ‒ bestehend aus Bildungswissenschaften und zwei Fächern
Zulassungsbeschränkung:
Keine (ohne Numerus Clausus)
Unterrichtssprache:
Deutsch, einzelne Module evtl. auf Englisch
Institut:
Mathematik und Informatik
Studienbeginn:
Wintersemester
Das Studium Sekundarstufenlehramt besteht aus zwei Fächern und den Bildungswissenschaften. Das Fach Informatik lässt sich mit jedem der anderen Unterrichtsfächer kombinieren.
Das Fach Informatik wiederum gliedert sich in die Fachwissenschaft (Programmierung, Rechnerarchitektur etc.) und die Fachdidaktik, die sich damit befasst, wie diese Themen den Schüler*innen nahegebracht werden können.
Beide Stränge laufen weitgehend parallel. Die Fachwissenschaft beginnt im ersten Semester mit der Einführung in die Informatik und mit mathematischen Grundlagen, und schließt im zehnten Semester mit dem Seminar zur IT-Sicherheit ab (insgesamt sind 14 Module zu absolvieren). Die Fachdidaktik setzt im zweiten Semester ein und umfasst vier Module. Im achten Semester folgt das große Schulpraktikum, das inhaltlich von den Fachdidaktiken beider Fächer verantwortet wird.
Das Studium schließt nach zehn Semestern mit der Ersten Staatsprüfung ab. Sie besteht aus vier mündlichen Prüfungen sowie der wissenschaftlichen Abschlussarbeit mit einer mündlichen Verteidigung. Auch die Modulprüfungen, die Sie während des Studiums ablegen, zählen für die Abschlussnote und machen den überwiegenden Teil aus. Mit der Ersten Staatsprüfung stehen Ihnen das Referendariat und damit der Weg in den Schuldienst offen.
Die Übersicht zeigt die Module im Fach Informatik. Hinzu kommen die Module des zweiten Fachs und der Bildungswissenschaften. Für das achte Semester ist das große Schulpraktikum vorgesehen. Im zehnten Semester wird die wissenschaftliche Abschlussarbeit angefertigt.
Das Studium schließt mit der Ersten Staatsprüfung ab. Insgesamt sind je Semester 30 Leistungspunkte vorgesehen.
| Semester | Fachwissenschaft | Fachdidaktik | LP |
|---|---|---|---|
| 1. | Einführung in die Informatik für das Lehramt (5), Mathematik I für das Lehramt (5) | – | 10 |
| 2. | Einführung in die Programmierung (5) | Programmieren und Modellieren in der Schule (5) | 10 |
| 3. | Algorithmen und Datenstrukturen (10) | – | 10 |
| 4. | Rechnerarchitektur (5), Theoretische Informatik (5) | Einführung in die Didaktik der Informatik (5) | 15 |
| 5. | Mathematik II (5) | Schulpraxis der Informatikdidaktik (5) | 10 |
| 6. | Datenbanken (5), Netzwerke (5), Einführung in die Künstliche Intelligenz (5) | – | 15 |
| 7. | Betriebssysteme (5) | Vertiefung Didaktik der Informatik (5) | 10 |
| 8. | - | - | – |
| 9. | Vertiefungsmodul (5), Softwaretechnik (5) | – | 10 |
| 10. | IT-Sicherheit (5) | - | 5 |
| Summe | 75 Leistungspunkte | 20 Leistungspunkte | 95 |
Viele informatische Konzepte bauen auf der Mathematik auf. Deshalb empfehlen wir Studienanfänger*innen vor Beginn des Wintersemesters den Vorkurs Mathematik. Hier können Sie Ihre mathematischen Grundkenntnisse auffrischen sowie das Institut und künftige Kommiliton*innen kennenlernen.
Im ersten Semester belegen Sie im Fach Informatik zwei Module:
- Einführung in die Informatik für das Lehramt — Vorlesung und Übung mit jeweils 2 Semesterwochenstunden.
Wir befassen uns unter anderem mit Zahlencodierung, dem Aufbau eines Rechners, Betriebssystemen, Netzwerktechnik und Datenbanken. - Mathematik I für das Lehramt — Vorlesung und Übung mit jeweils 2 Semesterwochenstunden.
Das Modul behandelt die mathematischen Grundlagen der Informatik: Aussagen- und Prädikatenlogik, Beweistechniken, Mengenlehre, Graphentheorie und Kombinatorik.
Hinzu kommen die Module Ihres zweiten Fachs und der Bildungswissenschaften, darunter das dreitägige Einführungspraktikum.
Im zweiten Semester folgt dann das Modul Einführung in die Programmierung. Parallel dazu belegen Sie mit Programmieren und Modellieren in der Schule das erste Modul aus der Fachdidaktik.
Fachliche Fragen zum Lehramt Informatik beantwortet Herr Zoppke. Bei allgemeinen Fragen zum Lehramtsstudium oder zur Wahl der Fächer hilft die Zentrale Studienberatung.
Gute Gründe
- Kleine Lerngruppen
- Persönliche Betreuung, enger Kontakt zu Kommiliton*innen und Dozierenden
- Freie Kombination mit jedem anderen Fach des Sekundarstufenlehramts
- Alle Veranstaltungen, auch die Fachvorlesungen, für das Lehramt konzipiert
- Sehr gute Berufsaussichten als Informatiklehrkraft
- Optimale Lernumgebungen in einer kleinen Universitätsstadt am Meer
- Vielfältige Möglichkeiten für Erholung und Ausgleich
Motivation und Fähigkeiten
- Empathie im Umgang mit jungen Menschen
- Begeisterung an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Neugier und Kreativität
- Freude daran, Probleme zu durchdringen und zu lösen
- Strukturiertes und logisches Denken
- Interesse an digitalen Technologien und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft
- Spaß daran, Wissen weiterzugeben und verständlich aufzubereiten
Fragen zum Studium
Wir beraten Sie gerne zum Studiengang und zu den Lehrveranstaltungen.
Informatik an der Schule
In Mecklenburg-Vorpommern ist Informatik Pflichtfach von Klasse 5 bis 10.
Rahmenplan Informatik und Medienbildung (MV)
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